Katholischer Teilstandort

Liebe Kinder, liebe Eltern,

die Katharina-von-Bora-Schule ist eine Grundschule für alle Kinder.
In fünf jahrgangsübergreifenden Lerngruppen lernen unsere Kinder im katholischen Teilstandort gemeinsam, voneinander und miteinander. Jeder, ob groß oder klein, kann sich seinen Fähigkeiten gemäß entwickeln und mit Freude lernen.

Durch das gemeinsame Lernen und Arbeiten sind die Sozialkompetenzen und die Selbstständigkeit der Kinder besonders ausgebildet. Unsere Schulneulinge werden in eine bestehende Gemeinschaft aufgenommen. Die älteren Kinder freuen sich auf die „Kleinen“ und erleichtern ihnen als Paten den Einstieg ins Schulleben. Regeln und Rituale werden schnell übernommen, da sie in der Lerngruppe vorgelebt werden.

Die Lehrkräfte nehmen die Rolle des Lernbegleiters an: Jeder wird individuell begleitet und gefördert. Das Lerntempo jedes einzelnen Kindes wird so angepasst, dass keiner über- oder unterfordert wird. Somit ist die Lernatmosphäre sehr entspannt, und ein effektives Lernen wird gefördert.

Da jede Gruppe altersgemischt ist, gibt es an unserer Grundschule kein Sitzenbleiben oder Überspringen, bei der ein Kind die Klasse wechseln muss. Alle bleiben während der gesamten Grundschulzeit in ihrer Lerngruppe und sind somit immer Teil der Klassengemeinschaft. Schnelle Kinder können die Ziele der Grundschule in drei Jahren erreichen, während langsamere Kinder oder Kinder mit besonderem Förderbedarf auch fünf Jahre lang in unserer Schule gefördert werden können.

Für unsere Arbeit wurden wir im Jahr 2010 (noch als Freiherr-von-Eichendorff-Schule) vom Land NRW mit dem Gütesiegel für Individuelle Förderung ausgezeichnet. Im Jahr 2013 feierten wir „10 Jahre jahrgangsübergreifend Lernen“. Höhepunkt war ein großes Schulfest im Mai 2013 mit dem Besuch des Generalsekretärs Hecke und der Schulrätin Frau Wrocklage.

Im katholischen Teilstandort können alle Kinder angemeldet werden, unabhängig von der Konfession.

Haben wir Sie neugierig gemacht? Gerne stellen wir Ihnen unser Schulkonzept vor. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!

Das Kollegium der Katharina-von-Bora-Schule

Informationen zur Jahrgangsmischung

Bereits im Jahr 2002 haben wir uns (noch als Freiherr-von-Eichendorff-Schule) im Projekt „Selbstständige Schule“ gefragt, wie wir die immer größer werdende Entwicklungsunterschiede der Kinder zu ihrem Vorteil nutzen können. Jahrgangsübergreifendes Lernen (JüL) mit offenen Unterrichtsformen war die logische Konsequenz.

Vorteile und Chancen des jahrgangsübergreifenden Lernens

Wir sehen die bestehenden Unterschiede in der Lernentwicklung der Kinder nicht als Defizite, sondern betrachten jedes Kind in seiner Individualität als Mensch mit Stärken und Schwächen. Somit wird das Lernen durch die unterschiedlichen Kenntnisse und Entwicklungsstände der Kinder bereichert.

Vorteile der Jahrgangsmischung:

  • Die Kinder wachsen in eine bestehende Klassengemeinschaft hinein und können sich an älteren Schülern orientieren.
  • Schüler übernehmen bestehende Rituale und vereinbarte Regeln.
  • Die Kinder erleben in ihrer Schulzeit den Perspektivwechsel vom Hilfesuchenden zum Helfer.
  • Kinder erleben die Unterschiede in der persönlichen Entwicklung, im eigenen Lernstand und in der eigenen Interessenbildung als normal.
  • Jahrgangsübergreifende Lerngruppen entsprechen der natürlichen sozialen Umgebung (z. B. in der Familie, im Kindergarten und allen anderen Bereichen des Lebens).
  • Die Unterschiede werden zum Motor des Lernens und der Gruppe.

In jahrgangsgemischten Gruppen steht die individuelle Entwicklung der Kinder im Vordergrund. Jeder, ob jünger oder älter, ob begabt oder schwächer, ob schneller oder langsamer, ob hochbegabt oder mit Bedarf an sonderpädagogischer Förderung kann entsprechend seiner Entwicklung erfolgreich lernen, kann anderen Hilfen geben oder von anderen Hilfe annehmen.

In einer jahrgangsgemischten Lerngruppe gibt es neben Phasen des gemeinsamen Lernens auch immer Phasen des individuellen Arbeitens. Es wechseln sich somit Formen der Gruppenarbeit mit denen der Einzelarbeit ab.

Die individuellen Fähigkeiten werden durch die Lehrer beobachtet, dokumentiert und in eine Lernempfehlung für den Schüler integriert. Die Vermittlung der Unterrichtsinhalte und Kompetenzen richtet sich selbstverständlich nach den geltenden Richtlinien und Lehrplänen des Landes NRW.

Es besteht die Möglichkeit, dass ein Schüler aufgrund entsprechender Begabung schon nach drei Jahren die vorgeschriebenen Inhalte der Grundschule erreicht hat und dann auf die weiterführende Schule wechselt. Ebenso ist es möglich, dass die Grundschulzeit um bis zu zwei Jahre verlängert wird, wenn die grundlegenden Lernziele noch nicht erreicht sind.

Pädagogischer Rahmen für den jahrgangsgemischten Unterricht in unseren Lerngruppen:

  • In jeder Lerngruppe sind alle Jahrgänge vertreten.
  • Jede Lerngruppe hat eine Klassenlehrerin. Während der gesamten Grundschulzeit wird jedes Kind von dieser Klassenlehrerin individuell begleitet, egal, ob es drei, vier oder fünf Jahre benötigt.
  • Jede Lerngruppe hat eine Partnerklasse, die im gleichen Flur liegt. Alle Lehrkräfte arbeiten als Team inhaltlich und pädagogisch eng zusammen.
  • Für die Fächer Mathematik und Englisch werden die Kinder aus den Parallelklassen in zwei Gruppen aufgeteilt: Mathe/Englischkurs für Erst-und Zweitklässer sowie für Dritt-und Viertklässler.
  • Die Dritt-und Viertklässler einer Lerngruppe haben wöchentlich 4 Stunden mehr Unterricht. Somit kann die Lehrkraft die Kinder in Deutsch- und Sachunterricht besondersintensiv fördern, da nur noch die halbe Kinderzahl anwesend ist.
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